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  • Ausgangspunkt: Die Revitalisierung eines historischen Kulturdenkmals
  • Ralf Würth
Ausgangspunkt: Die Revitalisierung eines historischen Kulturdenkmals

Das Kunstmuseum Humboldt-Schloss birgt als revitalisiertes Kulturdenkmal auf geschichtsträchtigem Boden Strahlkraft weit über die Reichweiten des geographischen Fußabdrucks Sachsen- Anhalts hinaus.


Über die geographische Verortung des reformerischen Gedankenbundes von Wilhelm von Humboldt mit Schiller und Goethe in den Jahren nach 1791 lässt sich die Region als eine Art Nukleus der deutschen Kulturnation erleben. Der interdisziplinäre Künstler-Werkbund 1791 konstituiert sich als international ausgerichtete Werk- und Bildungsstätte für freie und angewandte Kunst.



Das Kunstmuseum Humboldt-Schloss zeigt zeitgenössische Positionen von Malerei, Skulptur und Kunst-Photographie. In der ersten Spielzeit waren die Maler/Bildhauer durch Mela Feigenbaum, Sebastian Gumpinger und Philipp Stähle aus Deutschland sowie Manuela Xavier aus Portugal und Katharina Lehmann aus Russland vertreten. Bei den Photographen zeigen die aus Moskau stammende Elizaveta Porodina, der Deutsch- Schwede Gunnar Lillehammer und aus Berlin Kai Stuht ihre Arbeiten. Begleitet wurden sie im ersten Gastbeitrag von einem ihrer prägendsten Mentoren aus Übersee: David LaChapelle - Warhol-Mitstreiter, Celebrity-Darling und Taktgeber der globalen Bohème.

In den jährlich wechselnden Ausstellungen will sich das Künstlerkollektiv mit den identitätsstiftenden Merkmalen der reichen Historie der Region Mitteldeutschland künstlerisch auseinandersetzen. Das ausstellende Künstlerkollektiv hat es sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, einen weniger elitären Weg der Kunstvermittlung zu begehen und durch Aufarbeitung der gesellschaftlich relevanten Themen unserer Zeit auch junge Leute wieder an die Kunst heranzuführen. Die Thesen Wilhelm von Humboldts sind immer jedoch integraler Bestandteil des Manifests dieser Gruppe und werden insofern auch die künftigen Ausstellungen an diesem besonderen Ort bereichern.

  • Ralf Würth